Testbericht

  • Anycubic Kobra Max im Test – falls es mal größer sein muss

    Für alle, denen die „normalen“ 3D Drucker mit einer maximalen Baugröße von unter 30x30x30cm komplett ausreichen, sind mit den meisten Produkten, die im Handel erhältlich sind sehr gut bedient, aber was macht man, wenn es z.B. für ein Ausrüstungsteil für ein Cosplay-Kostüm oder einen Helm etwas größer sein muss? Ihr habt immer die Möglichkeit ein Modell zu splitten, um es danach zusammenzukleben oder ihr greift zu einem 3D-Drucker mit einem großen Bauraum. Der Anycubic Kobra Max ist genau so ein Drucker mit einem großen Bauraum und kann Modell mit einer Größe von bis zu 400x400x450 mm drucken. Was der Drucker noch so alles kann, habe ich mir in diesem Test angeschaut.

    Technische Daten Anycubic Kobra Max

    Drucker-Technologie: FDM
    Maße Bauraum (L x B x H): 400 x 400 x 450 mm
    Extruder: Single, 0,4 mm
    Maximale Druckgeschwindigkeit: bis zu 90 mm/s
    Unterstützte Filamente: PLA, TPU, PETG, ABS, Wood, TPU
    Leveling: Automatisch (LeviQ 25 Punkt-Verfahren)
    Material Nozzle: Messing
    max. Temperatur Nozzle: 260 °C
    max. Temperatur Heizbett: 110 °C
    Slicing Software: Cura ; Output-Format: GCode
    Kompatible Input-Formate: STL, OBJ, AMF
    Anschlüsse: SD-Card, USB-B-Kabel
    Maße – Gesamt (H x B x L): 720 x 715 x 665 mm
    Besonderheiten: Auto-Leveling LeviQ (25 Punkte), 4.3″ Touch-Screen, Filament-Halterung, Glasdruckplatte mit Carbon-Beschichtung

    Der Kobra Max ist das größte Modell der Kobra Reihe, neben dem normalen Kobra mit einem Druckvolumen von 220x220x250 mm und dem angeteaserten Kobra Plus stickt er alleine schon durch seine Größe hervor. Der Kobra Max tritt damit die Nachfolge des Anycubic Chiron der mittlerweile was die Technik anging lange überholt war. Umso erfreulicher ist es, dass Anycubic wieder einen großformatigen Drucker, mit neuster Technik, ins Portfolio aufnimmt.

    Das bereits erwähnte riesige Druckvolumen entspricht übrigens dem 4-fachen des von mir hier getesteten Anycubic Vypers und bietet so sehr viel Platz für eure Ideen.

    Lieferung und Aufbau

    Der Drucker selbst kommt sicher verpackt bei euch an. Nachdem ihr die einzelnen Bauteile (eigentlich sind es nur 5) aus der Karton geholt habt, könnt ihr auch schon mit dem Aufbau beginnen.

    Diesen Kabelbinder NICHT vergessen

    Dieser geht sehr schnell von der Hand – einfach die Achsen mit jeweils 2 Schrauben mit der Basis verschrauben und die Querstreben für mehr Stabilität anbringen, Sollten die Querstangen zu kurz sein, könnt ihr diese mit ein paar Umdrehungen an den Enden in der Länge anpassen. Der Aufbau des Rahmens wäre damit auch schon erledigt und ihr könnt das Display an der rechten Seite anbringen, Danach noch alles Kabel anschließen (diese sind entsprechend gekennzeichnet).

    Entfernt im nächsten Schritt nun alle Kabelbinder die für den Transport angebracht waren und vergesst den unter dem Heizbett nicht. Alle Kabelbinder entfernt? Sehr gut!

    Neben dem Drucker selbst findet sich im Lieferumfang ein USB-B-Kabel, Kunstoffspachtel, Kneifschere, ein Set-Innensechskantschlüssel und Schmierfett. Für den ersten Testdruck findet sich noch 10 Meter PLA, eine Micro-SD Karte mit einer Testdatei im Lieferumfang.

    Als nächstes solltet überprüft ihr dann noch einmal ob alles fest sitzt. In meinem Fall musste ich den Druckkopf noch einmal festziehen, mit dem mitgelieferten Werkzeug ist das kein Problem. Noch schnell die Spannung der Riemen überprüft, das Glasbett auflegen und mit den mitgelieferten Klammern befestigen, schon kann es losgehen.

    Erster Eindruck

    Wie man bereits am Druckkopf und dem Display erkennt ist das Design des Kobra Max an den Anycubic Vyper angelehnt. Damit das Druckbett bei dieser Größe gleichmäßig bewegt werden kann ist der Stepper-Motor mit einer Antriebsstange, die wiederum die beiden Führungen der Y-Achse antreibt um das Bett zu nach vorne und hinten zu bewegen. Die Z-Achse (Höhe) verfügt nun auch über jweils einen Motor pro Seite. Die Querstreben sorgen hier für zusätzliche Stabilität während des Drucks.

    Auto-Level mit 25 Punkten dank LeviQ

    Wie man schon am Druckkopf erkennt, hat der Kobra Max diesen vom Anycubic Vyper übernommen und nutz auch die gleiche Auto-Level Technik wie dieser. Im Kopf befindet sich ein Bi-Metall, dass auslöst, wenn der die Noozle das Druckbett berührt und so das Bett automatisch levelt. Die Druckplatte wird dabei an 25 Punkten vermessen um das bestmögliche Ergbenis zu erzielen. Wer bereits einen kleineren 3D-Drucker manuell gelevelt hat, kann sich vorstellen was für ein Aufwand es ist ein so riesiges Bett für einen sauberen Druck korrekt auszurichten. Dies war beim Vorgänger ein häufig kritisierter Punkt und konnte bis zu 30min in Anspruch nehmen. Beim Kobra Max wählt ihr über das Touch-Display den entsprechenden Menüpunkt aus folgt dern Anweisungen und der Drucker erledigt das für euch in unter 5 Minuten. Weiterhin habt ihr allerdings die Möglichkeit über das Z-Offset (Abstand Noozle zum Bett) dies noch zu übersteuern falls es nötig ist.

    Der erste Druck

    Ist das alles erledigt, können wir den ersten Testdruck starten. Dafür führen wir das mitglieferte Filament ein und wählen das Testobjekt von Micro-SD Karte, slicen oder ähnliches ist hier nicht notwendig. Bei dem Testmodell handelte es sich um eine Eule, welche auf einem halben Baumstamm sitzt. Lustigerweise hat Anycubic hier auch die Testdatei hochskaliert, so dass sie 4x so groß ist wie z.B. beim Vyper. Nach 135 Minuten war der Druck fertig und machte bereits einen sehr guten Eindruck. Aber wer will schon eine kleine Eule Drucken, wenn er einen so großen Bauraum hat?

    Für meinen ersten großen Druck habe ich mich für ein Anwendungszenario entschieden, dass nicht so weit weg von der Realität ist, da viele Cosplayer Rüstungen oder Ausrüctungsgegenstände über 3D-Druck herstellen. Also habe ich mich für den ersten Druck für einen Mandalorian-Helm entschieden. Das Modell ist von Hex3D und wird nicht in Einzelteilen gedruckt, nach ein wenig hin-und her-rechnen wegen der Größe habe ich mich entschlossen den Helm auf 1105 Prozent zu skalieren und mit einer 0.2mm Schichthöhe zu drucken. Laut Cura sollte der Druck inkl. Stützen für die Überhänge 2 Tage und 6h dauern und dabei 670 Gramm Filament benötigen.

    Gesagt getan: Datei gescliced und den Drucker angeworfen. Bei dem Filament habe ich mich für graues Filament entschieden um um im Nachgang nicht noch einmal extra grundieren bevor ich den Lack aufbringe. Der Helm ist groß und füllt damit die Druckplatte recht gut aus. Und das Ergebnis war jetzt nicht perfekt aber für einen so großen Druck doch ordentlich. Bei dieser Größe kann man einfach nicht erwarten „den perfekten Druck“ hinzubekommen, besonders nicht wenn es sich um einen neuen Drucker handelt bei dem man sich erst noch mit den zig ein Einstellungen auseinandersetzen muss die es gibt.

    Nachdem der Helm dann fertig war, wollte ich noch eine weitere Maske drucken die nicht so perfekt sein muss und ein paar Macken verzeiht. Meine Wahl viel hier auf die Maske des MoonKnight die ebenfalls von Hex3D erstellt wurde und wow, nach ein paar Anpassungen im Slicer hta mich das Ergebnis mehr als beeindruckt, dank des verwendeteten Filaments (Marble) musste ich die Maske noch nicht einmal nachbearbeiten, leider habe ich sie zu klein für meinen Wasserkopf berechnet.

    Seht die Ergebnisse aber selbt. Der Mandalorian Helm wurde nach dem Druck zunächst von den der Stützstruktur befreit und grob geschliffen, anschließend zunächst mit Spachtelmasse an den unschönen Stellen bearbeitet. Nach dem 2 Schliff ging es dann noch einmal mit Filler über den Helm um auch die kleinsten Lücken zu schließen. 2-3 Schleifvorgänge später (mit immer feiner werdendem Schleifpapier) war ich dann soweit zufrieden, dass ich den Helm mit einem Chromspray lackieren konnte, das Ergebnis ist nicht perfekt, aber schon sehr nett anzuschauen.

    Fazit

    Wer öfter große Objekte drucken möchte ist mit dem Anycubic Kobra Max gut beraten. Der Drucker ist stabil verbaut, leise und liefert eine gut Qualität auch bei großen Modellen. Wer sich nun überlegt den Drucker zuzulegen sollte aber unbedingt im Hinterkopf behalten, dass der Max viel Platz benötigt! Der Tisch sollte also mindestens eine Tiefe  von 90cm da das Druckbett auf der Y-Achse sich auch noch frei bewegen soll. Die Drucke selbst waren für mich absolut in Ordnung. Allerdings möchte ich auch ein klein wenig Kritik loswerden, die mich in der Zeit schon ein wenig gestört haben, das Kabelmanagement zum Druckkopf könnte etwas besser gelöst sein , hier muss man sich ein paar Tricks einfallen lassen, dass das Kabel nicht ungewollt das Model von der Platte reißt, nichts unlösbares man sollte aber dran denken. Ebenso ist die Cura-Version auf der mitgelieferten SD-Karte über 12 Monate alte und das enthaltene Druckerprofil stark verbesserungswürdig. Hier sollte sich jeder an seine optimalen Einstellungen herantasten.

  • Anycubic Photon M3 – SLA Drucker mit 4K Auflösung im Test

    Anycubic hat vor nicht allzu langer Zeit seine neue M-Serie Resin Drucker vorgestellt. Wie auch der Photon Mono X 6K handelt es sich beim M3 um einen Resin Drucker, der mit flüssigem Druckmaterial arbeitet. Ich hatte die Möglichkeit den Drucker bereits ein paar Tage zu testen und möchte euch hier meine Eindrücke schilden.

    Der Drucker selbst kommt sicher verpackt zu euch nach Hause und besteht aus dem Grundgerät, der Druckplattform, der Abdeckhaube um den Druck vor UV-Strahlen zu schützen, dem Resintank sowie umfangreichen Zubehör. Das Druckmaterial ist nicht im Lieferumfang enthalten und muss gesondert gekauft werden. Der Druck ist bereits zu 100 % vormontiert und ihr müsst lediglich das Buildplate und die Resinwann einsetzen um auch schon loslegen zu können.

    Bevor ich aber auf die Details eingehe, möchte ich euch noch schnell die technischen Daten des Anycubic Photon M3 geben:

    Technische Daten Anycubic Photon M3

    System ANYCUBIC Photon M3
    Bedienung 2,8-Zoll-Touchscreen
    Software ANYCUBIC Photon workshop
    Konnektivität USB
    Lichtquelle Matrix, Wellenlänge 405 nm
    XY-Auflösung 0,051 mm 4096 * 2560 (4K)
    Auflösung der Z-Achse 0,01 mm als Linearschiene ausgeführt
    Schichtauflösung 0,01 ~ 0,15 mm
    Druckgeschwindigkeit Max. 50 mm / h
    Nennleistung 55W
    Druckergröße 269 mm (L) * 256 mm (B) * 425 mm (H)
    Bauvolumen 163 mm (L) * 102 mm (B) * 180 mm (H)
    Gewicht 7 kg

    Der erste Eindruck

    Beim Drucker selbst ist Anycubic sich selbst treu geblieben und wagt keine Experimente. Das schwarze Kunststoffgehäuse wird mit einer gelben UV-Schutzabdeckung abgedeckt um euer Modell vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und das vorzeitige Aushärten des Resins zu verhindern. An der Seite des rechten Seite findet ihr neben dem Ein- und Ausschalter den USB-Port, an dem der mitgelieferte USB-Stick eingesteckt wird, über Wlan verfügt der M3 leider nicht, wird dies möchte muss zum M3 Plus greifen der neben der Wlan-/Cloud-Anbindung auch noch über einen automatischen Resin-Feeder verfügt der während des Drucks automatisch Resin nachfüllt.. Gesteuert wird das Gerät über ein kleines, frontseitig angebrachtes 2,8 Zoll (7,11 cm) Touch-Display das man auch schon aus anderen Modellen kennt.

    Auffällig ist die deutliche breitere Linearschiene der Z-Achse im Vergleich zu den Vorgängern was noch einmal für mehr Stabilität des Druckers sorgt. Der Resintank selbst ist beim Anycubic Photon M3 aus Metall gefertigt und fasst 500ml Resin. Der Tank hat 4 kleine Noppen an der Unterseite, so dass ihr ihn auch mal abstellen könnt ohne euch Sorgen um die FEP-Folie machen zu müssen.

    Das Buildplate ist 163 x 102 mm groß und hat eine eingelaserte Schachbrettstruktur, die Wie bereits com Anycubic MonoX 6K kennen.

    Vor dem erste Druck mit dem Photon M3

    Wie bereits erwähnt ist für den ersten Druck recht wenig zu tun, zeiht die Schutzfolie vom vorinstallierten Screenprotector der das Display schützt und schon können wir auch schon mit dem leveln beginnen.

    Beim leveln selbst hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nichts großartig geändert, Das beiliegende Blatt zur Kalibrierung auf den Drucker, Druckplatte ganz runterfahren, Schrauben lösen, andrücken, schrauben festziehen. Speichert nun diese Position als Z=0 und fahrt das Buildplate wieder nach oben. Jetzt könnt ihr auch schon den Resintank mit der FEP-Folie einsetzen und mit den beiden Bolzen befestigen. Schön hier, ist das Anycubic nun 2 kleine Noppen an der Unterseite des Resintanks angebracht hat um den Tank schneller in Position zu bringen. Fertig – das ganze dauert keine 15min.

    Der Photon M3 verfügt über ein Monodisplay, die seit etwa einem Jahr bevorzugt verbaut werden. Mit der verbauten 28 LED UV-Matrix und der darüber angebrachter Optik soll eine streuungsarme und gleichmäßige Beleuchtung erfolgen, die Lebensdauer wird hier mit 2000h angegeben. Ein weiterer Vorteil des Monodisplays: eine deutlich beschleunigte Druckzeit durch die besseren UV-Durchlässigkeit. So lassen sich die übliche Belichtungszeiten Objekt und Materialabhängig von 8-14s auf etwa 2-4 Sekunden minimieren und sorgt so für eine wesentlich kürzere Druckzeit.
    Schön ist auch, dass Anycubic alles Nötige beilegt, um direkt loszulegen. Das beinhaltet Werkzeuge wie einen Spachtel um die Modelle von der Buildplate zu lösen, einen Schieber um überschüssiges Resin zusammenzuschieben, eine kleine Packung Gummihandschuhe, Papiertrichter mit Filter, einen USB-Stick mit der Software und einem bereits druckfertigen Modell für den ersten Druck. Diser kann direkt ohne weitere Einstellungen oder Slicing vom USB-Stick gedruckt werden. Der kleine Würfel auf dem USB Stick sollte kein Problem sein, wenn ihr richtig gelevelt habt.

    Im Betrieb zeigt sich der M3 angenehm leise, man hört im Grunde nur die Z-Achse als leises Surren. Lediglich die bekannte Geruchsentwicklung beim Resin-Druck ist bemerkbar, hier hat seit kurzem aber auch Anycubic eine Abhilfe. Das neue Wasserwaschbare-Resin mindert die Gerüche doch ein wenig, wer noch einen Schritt weitergehen will kann sich auch die Mini-Luftreiniger mit Kohlefilter unter die Haube stellen. Diese verfügen über einen kleinen Akku und können frei unter der Haube platziert werden.

    Drucken mit dem Anycubic Photon M3

    Das Drucken selbst mit dem Photon M3 ist wirklich kein Hexenwerk, geslictes Modell auf den Stick kopieren, Modell auswählen, über den Touchscreen auswählen und starten. Lediglich beim Einfüllen des Resins in den Tank sollte man aufpassen nichts davon auf den Screen zu bekommen und die maximale Füllmenge nicht zu überschreiten.

    Und ja, der Photon M3 ist schnell! Im Vergleich zu einem etwas älteren, vergleichbaren Elegoo Mars braucht er laut Slicing-Software rund 30 Minuten weniger für das Drucken des gleichen Modells.

     Nach ein paar Testdrucken bin ich mit der Druckgeschwindigkeit und der Druckqualität sehr zufrieden. Die Details sind klar erkennbar und sehen spitze aus. Egal ob ihr ein großes Modell druckt oder kleine Figuren für ein Tabletop spiel. Je nachdem welches Resin ihr verwendet solltet ihr allerdings trotzdem auf die richtigen Einstellungen in der Slicing Software achten, mir ist es z.B. dass ein Druck Risse bekam oder sich teilweise vom Buildplate gelöst hat, da ich die ersten Layer nicht lange genug belichtet hatte.

    Fazit

    Der Anycubic Photon M3 ist ein solider Drucker ohne irgendwelchen Schnickschnack. Ideal geeignet für Einsteiger in das Thema Resin-Druck und verfügt über ein hochauflösendes 4K Mono Display. Wer in den 3D-Druck mit SLA-Resin einsteigen will bekommt hier ein schönes Gesamtpaket, das einen einfachen Einstieg ermöglicht. Die Bedienung ist simpel, die Einrichtung einfach und die Benutzung selbsterklärend.
    Allerdings solltet ihr euch klar sein, dass der Druck nur die Hälfte der Arbeit ausmacht, ihr müsst die Drucke danach noch waschen und mit UV aushärten, wie das geht habe ich in dem Testbericht zum Anycubic Mono X 6K bereits einmal beschrieben. Das Verfaren ist hier das gleiche. Ein Tipp den ich allerding nicht oft genug wiederholen kann: Nutzt wasserwaschbares Resin.. Das erspart zumindest den Umgang mit literweise Isopropylalkohol. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen und an die Reinigung gewöhnt man sich auch.

    Den Preis halte ich angesichts der Auflösung und des Druckvolumens für angemessen bzw. seinen Preis wert. Wer einen einfachen Resindrucker mit ich nenne es mal mittlerer Baugröße sucht, macht hier beim Anycubic Photon M3 nichts falsch.

    Der Anycubic Photon M3 ist direkt bei Anycubic für 279 Euro bestellbar.

  • Anycubic Vyper: Ausgepackt – eingeschaltet – getestet

    Anycubic hat bereits Mitte 2021 den Anycubic Vyper vorgestellt, der dann ab Ende 2021 auch endlich bei uns in großer Stückzahl erreichbar war. Der UVP bei Anycubic liegt aktuell bei 369 Euro, durch verschiedene Aktionen habt ihr aber gute Chancen ihn zu einem günstigeren Preis zu bekommen.

    Technische Daten Anycubic Vyper

    Der Drucker ist mit einem neuen 32-Bit-Motherboard und einem leistungsstarken Hauptprozessor mit Cortex-M3-Architektur ausgestattet. Der Vyper bietet eine schnellere Rechengeschwindigkeit und eine schnellere Verarbeitung der Daten. Die Integration von leisen TMC2209 Treibern ermöglicht dem Motherboard einen leiseren Druckvorgang. Die Druckgeschwindigkeit soll bis zu 30 % schneller sein als bei den Vorgängern.

    Drucktechnologie FDM (Fused Deposition Modeling)
    Maschinengröße 508 x 457 x 516 mm (L/B/H)
    Bauraum 245 x 245 x 260 mm (L/B/H)
    Maximale Druckauflösung 0,1mm
    Druckgeschwindigkeit bis zu 180mm/s
    Nozzel E3D Volcano Hotend, 0,4-mm
    Druckbett Beheizbar bis zu 110 °C
    Extruder Bowden-Doppelzahn-Extruder mit zwei Lüfter und bis zu 260 °C
    Sonstige Funktionen Filamentsensor, LED-Beleuchtung, Fortsetzungsfunktion bei Unterbrechungen, vollautomatische-Leveling-Funktion, magnetische Druckauflage, Riemenspanner und Schublade mit Werkzeug
    Unterstützte Materialien (lt. Hersteller) PLA, TPU, ABS, PETG, Holz-Filament
    Display 4,3-Zoll-Touchscreen
    Konnektivität Micro-SD (mit USB-Adapter) und USB inkl. TMC2209 Treiber
    Mainboard Cortex M3 32-Bit
    Empfohlene Software Cura
    Unterstützte Formate .STL, .OBJ, .AMF
    Stromversorgung 100 V / 240 V AC, 50/60 Hz

    Lieferung und Aufbau

    Der Lieferumfang besteht neben dem Drucker noch ein Handbuch, Stromkabel, ein USB-Kabel, ein Teststück Filament, eine Plastikspachtel, eine SD-Speicherkarte, ein USB-Adapter, 2 Ersatz-Nozzel, Kabelbinder, eine Zange, eine Extrudernadel und passende Inbus-Schlüssel, kurz alles was man zum Start in die Welt des 3D-Drucks braucht.

    Wenn man die Einzelteile einmal ausgepackt und sortiert hat, braucht man wirklich nur 10 Minuten um den Vyper Aufbauzeit. Selbst handwerklich unbegabte Menschen sollten hier keine Probleme haben. 6 Schrauben, ein paar Stecker, fertig.

    Kleiner Tipp: Falls ihr das Werkzeug sucht, es befindet sich in einer Schublade unter dem Druckbett

    Erster Eindruck

    Der 3D-Drucker hat eine Größe von 245 x 245 x 260 mm (L/B/H). Ein stabiles Schienensystem verbindet das Druckbett, welches sich in der y-Achse bewegt, mit dem in der x- und y-Achse beweglichen Druckkopf. Der Filamenthalter an der linken Seite und der Extruder sind nicht außergewöhnlich. Im direkten Vergleich mit anderen Geräten fällt sofort das große Farb-Display und die magnetische haftende PEI-Druckplatte mit aufgerauter Oberfläche auf, die eine einfachere Handhabung bei besserer Haftung verspricht. Auch eine kleine LED-Beleuchtung am Druckkopf ist ein kleines aber feines Extra, dass man in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwarten kann.

    Der 4,3 Zoll (10,92 cm) große Touchscreen macht einen guten Eindruck. Die Menüs werden sauber dargestellt und beim Farbschema wechseln sich zum größten Teil Weiß und Blau ab.

    Der erste Druck mit dem Vyper

    Das Druckbett zu leveln war bis jetzt immer das größte Gefummel. Ihr müsste die Druckplatte optimal zum Druckkopf ausrichten, damit euer Druckmaterial auch richtig haftet, normalerweise passiert das manuell über 4 Rädchen auf der Unterseite der Druckplatte. Mit dem Vyper ist das nun vorbei. Das automatische Leveln ist das große Plus beim Vyper. Einfach den entsprechenden Menüpunkt auswählen und der Drucker geht die nötigen Schritte automatisch durch. Das leveln dauert wenige Minuten und nach dem Abschluss kann direkt mit dem Drucken losgelegt werden.

    Alles in allem sollte das nicht länger als 30 Minuten dauern. Wählt dazu die Demodatei von der mitgelieferten SD-Karte aus und startet den Druck. Der Drucker kurz auf und beginnt das Filament auf die Druckplatte aufzutragen. Nach 1,5 Stunden sollte der Druck beendet sein und kann vom Druckbett genommen werden. Das war einfach, oder?

    Lärm-/ Geruchsbelästigung und Druckqualität

    Die neuen Motoren und Treiber sind wirklich sehr leise, man hört bei normaler Druckgeschwindigkeit kaum etwas davon. Dies trifft allerdings leider nicht für die verbauten Lüfter in Druckkopf, Gehäuse und Netzteil zu. Diese sind deutlich zu hören, daher gibt es bereits zahlreiche Mods, um diese auszutauschen. Daher ist es nicht unbedingt ratsam den Drucker direkt neben eurem Schreibtisch aufzustellen, lieber in einem Nebenraum. Alternativ könnt ihr euch auch gerne eine Einhausung bauen, um den Drucker zu verstecken, IKEA bietet hier zahlreiche Teile, die in der 3D-Druck Community gerne verbaut werden.

    Die ersten Drucke gefallen mir schon ziemlich gut für einen Out-of-the-Box Druck.. Hier und gab es zwar ein paar Schichten, die nicht so sauber waren oder übermäßiges Fäden ziehen, aber nichts was man mit ein paar Änderungen an der Drucktemperatur oder anderen Einstellungen wegbekommt, das Gesamtbild passt erstmal.

    Stichwort Haftung: Die Drucke sitzen bombenfest, wenn ihr richtig gelevelt habt, und dank der magnetischen Platte ist das Ablösen ein Kinderspiel. Nehmt einfach die Platte vom Heizbett, biegt sich leicht und das Druckstück löst sich. Ich bin nach den ersten Drucken von der Qualität, Geschwindigkeit und der geringe Lärmpegel beim Drucken echt begeistert, mein alter Drucker war dagegen ein Düsenjäger.

    Fazit

    Nachdem ich den Anycubic Vyper nun einige Zeit in Benutzung habe und die eine oder andere Einstellung optimiert haben, kann ich sagen, dass Anycubic hier einen grundsoliden 3D-Drucker abgeliefert hat, der sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Benutzer überzeugen kann. Durch Auto-Leveling wird der Einstieg in den 3D-Druck sehr einfach. Der Drucker liefert schon direkt nach dem Aufbau ein super Druckergebnis, dass man durch kleinere Änderungen über die Slicing-Software immer weiter optimieren kann. Bei dem erwähnten Lüfter muss ich allerdings etwas kleinlich sein, hier hätte man von Werk aus bereits leisere verbauen können, aber auch diese sind schnell ausgetauscht. Preislich ist der Anycubic Vyper durch die verschiedenen Anbieter oder überholten Modelle bei eBay eine echte Preisempfehlung für um die 350-270 Euro solltet ihr auf jeden Fall zuschlagen.

    Im Laufe meiner Testzeit gab es in verschiedenen Foren vermehrt Probleme mit dem Level-Sensor, der bei einigen Usern wohl spontan beschlossen hat den Geist aufzugeben – es scheint hier bei einer Charge Probleme gegeben zu haben. Der Support von Anycubic ist hier wohl sehr fix und ersetzt die defekten Teile oder schickt direkt einen neuen Druckkopf, den ihr dann selbst wechseln müsst. Dies ist aber dank einer detaillierten Videoanleitung eigentlich auch kein Problem, es muss nichts gelötet werden. Mein Level-Sensor hat dieses Problem nicht und der Drucker hat nun bestimmt schon 100-150 Druckstunden ohne Probleme hinter sich.

    Dieser Artikel wurde in einer längeren Version auf stadt-bremerhaven.de veröffentlicht.

  • Groß – Größer – Anycubic Photon Mono X 6K im Test

    Anycubics neuer Photon Mono X 6K verspricht nicht nur eine höhere Druck-Auflösung, sondern auch eine wesentlich schneller Druckzeiten. Mit bis zu 80 mm/h soll der rund 600 Euro teure 3D-Drucker Objekte aus Kunstharz zaubern. Die 6K-Auflösung kann dabei kleinste Details von nur 34 µm abbilden.

    Beim Nachfolger des Photon Mono X handelt es sich ebenfalls um ist einen großformatigen Resin 3D Drucker mit einem Druckvolumen von 197 x 122 x 245 mm.

    Ob der 3D-Drucker das hält, was er verspricht habe ich mir einmal genauer angesehen.

    Technische Daten

    Äußerlich hat sich beim neuen Mono X 6K im Vergleich zum Vorgänger fast nichts geändert. Im Inneren sitzt nun aber eine noch stärkere UV-Lichtquelle und auch das monochrome LCD ist nicht nur hochauflösender, sondern auch etwas größer als beim Vorgänger.

    Anycubic Mono X 6K

    Eingesetzte Technologie mSLA, LCD-Kunstharz-Drucker
    maximales Druckvolumen 24,5 * 19,7 * 12,2 cm = 5,88 L
    Aufstellgröße 47,5 * 29 * 27 cm
    Lichtquelle 405 nm Matrix-LED mit bis zu 6.500 µW/cm²
    Maskierung LCD-Panel 5760 * 3600 Pixel

    Lichtdurchlässigkeit 6%

    Kontrastverhältnis 350:1

    Horizontale Auflösung ≈ 34 µm
    Angegebene maximale Druckgeschwindigkeit 80 mm/h
    Netzteil AC/DC 110 V – 240 V (AC) zu 24 V 144 Watt (DC)
    Verbindungen USB-A 2.0 & WLAN
    Controllboard Eigenentwicklung Anycubic
    Steuerung 3.5-Zoll-Touchsceen

    Android- oder iOS-App

    Preis laut Hersteller 649 US-Dollar
    Herstellerseite www.anycubic.com

    Das SLA Druckverfahren bietet hier einige Vor- aber auch Nachteile: zum einen hat das verbaute LCD-Panel des Photon Mono X 6K hat eine hohe 6K-Auflösung mit einer Auflösung von 5760 × 3600 Pixeln. Hierdurch kann man viel feinere Schichten Drucken als es mit einem herkömmlichen FDM-Drucker möglich ist. Nachteil am Resin-Druck? Man ist definitiv in der Größe des Druckbettes begrenzt, der Anycubic Mono X 6K bietet hier schon eines der größten Druckvolumen die man aktuell zu einem erschwinglichen Preis bekommen kann.

    Verpackung und Lieferumfang

    Der Anycubic Mono X 6K kommt in einem schlichten braunen Karton bei euch an. Immerhin ist der 3D-Drucker sicher verpackt und in üppigen Schaumstoff gepackt, sodass  selbst der gröbste Lieferfahrer dem Gerät nichts anhaben können sollte. Im Lieferumfang befindet sich alles, was für den Gebrauch notwendig ist.

    Neben dem Drucker und Netzteil findet ihr noch eine Menge Zubehör im Karton, dabei wären:

    • WLAN-Antenne
    • Bedienungsanleitung
    • Papier für die Druckbett Nivellierung
    • Ersatz UV-Screen Schutz + Alkoholtuch
    • Schrauben und passende Inbusschlüssel
    • Metallspachtel für das Druckbett
    • Plastikspachtel für den Harztank
    • Einmal-Resin-Filter
    • Handschuhe
    • Masken
    • USB-Stick:
      • druckbereites Testmodell
      • Bedienungsanleitung
      • Photon Workshop Slicer inkl. Anleitung

    Was allerdings nicht dabei ist, ist kompatibles Resin.

    Design und Verarbeitung

    Der Drucker benötigt mit einer Größe von 270 mm x 290 mm x 475 mm (L x B x H) eine Menge Platz. Auch das Eigengewicht von rund 10,75 kg spricht hier für sich.

    Bei den Materialien setzt Anycubic auf Metall-Basis und eine transparente gelbe Haube, um eure Drucke vor direkten UV-Strahlen durch Sonneneinstrahlung zu schützen. Der Mono X besteht aus einer Basiseinheit mit auf Linearschienen gelagerter z-Achse, einer abnehmbaren Druckplattform, einem großen Resintank und der angesprochenen gelben Kunststoffabdeckung. Die Verarbeitung des 3D-Druckers ist hochwertig und macht einen robusten Eindruck.

    An der Front befindet sich der typische Farb-Touchscreen der in der Reaktion keine Wünsche offenlässt und der zugleich sehr präzise und reaktionsschnell arbeitet. Der 3,5’’ große und farbige Touchscreen führt mit wenigen Klicks zu allen wichtigen Einstellungen. Die Menüführung ist verständlich und ähnelt der Bedienung anderer Resin 3D Drucker.

    Der Touchscreen an sich hat eine angenehme Auflösung und reagiert präzise auf deine Berührungen. Bei der Auswahl eines Modells für den Drucks werden kleine Thumbnails der einzelnen Druckdateien angezeigt. So kannst man neben dem Namen auch am Bild erkennen welches Objekt gedruckt werden soll.

    Die Druckplatte hat eine texturierte Oberfläche, damit das gehärtete Resin besser daran haftet. Selbst große bzw. schwere Objekte können so während eines Druckes nicht einfach abfallen.

    Einschalten, leveln, loslegen

    Besonders praktisch: Der Mono X 6K kommt vollständig zusammengebaut bei euch zuhause an, eine Montage ist nicht notwendig. Entsprechend simpel fällt die Inbetriebnahme aus. Einfach auspacken, anschließen und das Leveln der Druckplattform durchführen. Schon seid ihr einsatzbereit. Die beigelegte und auf dem USB-Stick gespeicherte Bedienungsanleitung erklärt mit einfach verständlichen Abbildungen und Instruktionen die einzelnen Schritte, wer trotzdem nicht weiterkommt, findet hilfreiche Videos auf dem offiziellen Youtube-Kanal von Anycubic.

    Optional könnt ihr eine WLAN-Verbindung einrichten, um fortan über die eine App Druckaufträge zu starten oder den Druckstatus zu überwachen. Montiert dazu die beigelegte Wlan Antenne und folgt den Schritten im Handbuch.

    Fangen wir aber zunächst einmal mit der mitgelieferten Demo-Datei an. Im Lieferumfang des Druckers ist ein kleiner roter USB-Stick enthalten. Dieser enthält neben der Anleitung, einen Testdruck und den Photon Workshop mit dem ihr eigene Modelle umwandeln könnt. Dieses einfache Slicing-Programm entspricht den Basisanforderungen, lediglich die Geschwindigkeit beim berechnen der Modelle könnte etwas schneller sein. Wer es komfortabler haben möchte kann gerne auf eine kostenpflichtige Alternative wie Lychee zurückgreifen.

    Der Druck der Testdatei dauert ca. 4h um das ca. 5cm hohe Objekt zu drucken. Das ist schon eine gute Zeit wenn man bedenkt, eine Schichthöhe lediglich 0.01mm beträgt.

    Die Druckqualität

    Wie bereits erwähnt habe ich dem mitglieferten Modell nicht viel beachtung geschenkt, es handelt sich dabei eher um eine Art „Techdemo“ um die Möglichkeiten aufzuzeigen und von Profis erstellt. Ich wollte meine eigenen Modelle drucken und habe mich hierzu den verschiednenen kostenlosen Quellen im Netz bedient. Sei es Thingiverse, Cults3D oder myMinifactory man findet dort eigentlich nicht was es nicht gibt, neben funktionalen Modellen wie Klammern, Halter, Kugellager oder gar Erwachsenenspielzeug auch Kunst oder Modelle die z.B. für Tabletops wie Dungeons & Dragons genutzt werden können.
    Genau für solche Figuren ist das Resin-Drruck eigentlich ideal, da er die kleinsten Details sehr präzise abbilden kann.

    Der Mono X 6K hat hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Mit aktiviertem Antialiasing auf höchster Stufe lassen sich kaum Schichten erkennen. Da ich vorher einen Resin-Drucker eines anderen Herstellers benutzt habe war ich wirklich positiv überrascht. Aber nicht nur die Qualität war erstaunlich, auch die Geschwindigkeit in der der Drucker gearbeitet hat. Mein alter Drucker hätte für wesentlich kleinere Drucke ein vielfaches an Zeit gebraucht.

    Meine Ergebnis waren durch die Bank weg beeindruckend.  Es sind so gut wie keine Stufen erkennbar und auf den ersten Blick kann man das Modell nicht von einem Spritzguss Modell unterscheiden.

    Gerüche und Lautstärke – nicht Bürotauglich

    Sobald der Mono X 6K arbeitet laufen auch die vier Lüfter zum Kühlen der Matrix-LEDs an, diese zwar leise aber immer noch als Dauerrachen zu hören, dazu kommt der Motor der die Z-Achse dauerhaft hebt und senkt. Es ist jetzt kein richtiger „Lärm“ aber eine monotone Beschallung die die auf Dauer nervt.

    Störender ist dann eher der Geruch. Hier kommt es zudem stark auf das verwendete Resin an an. Es gibt durchaus Sorten die kaum wahrnehmbare Ausdünstungen haben. Mit der übergestülpten Haube ist dann eine Geruchsbelästigung kaum wahrnehmbar. Eine Silikondichttung am unteren Rand könnte dies sogar noch verbessern. Daher würde ich zunächst einmal davon abraten den Anycubic Mono X 6K (oder auch jeden anderen Resin Drucker) direkt neben euch zu stellen. Nutz dazu eher einen anderen Raum, den ihr ggf. auch dauerhaft lüften könnt – aber Vorsicht, zu kalt ist auch nicht gut für den Druck.

    Fazit – Der Anycubic Photon Mono X 6K ist schnell und genau

    Resin-Druck hat den Ruf zu stinken und viel (giftigen) Müll zu produzieren, zudem soll er langsam zu sein und einen hohen Arbeitsaufwand zu verlangen. Meine Erfahrung und der Test zeigt, dass man einige Punkte hier getrost vegessen kann.  Der Anycubic Photon Mono X 6K arbeitet schnell und liefert eine sehr gute Qualität.
    Mit den Materialien und einer Wash&Cure Station kann man zudem viel Müll und Zeit einsparen. Im Test hat die Qualität der gedruckten Objekte überzeugen können. Die mitgelieferte Anycubic Photon Workshop Software erfüllt ihren Zweck, ist aber langsam – kann aber problemlos gegen eine andere ausgetauscht werden.

    Wer einen großformatigen Resin-Drucker sucht, wird nicht um den Anycubic Mono X 6K rumkommen. Er bietet eigentlich fast alles, was das Herz begehrt und wer von einem anderen Modell wechseln möchte, sollte nicht lange überlegen.

    Preise und Verfügbarkeit

    Aktuell wird der Mono X 6K in Wellen angeboten, da der Hersteller wie alle mit dem aktuellen Chipmagel kämpft, mit etwas Glück solltet ihr aber bereits jetzt einen Drucker bekommen können, vereinzelt taucht er auch schon bei Amazon auf. Gegen Q2-2022 soll sich die Lage dann aber entspannt haben und der Drucker überall erhältlich sein. Anycubic gibt den UVP mit 599 Euro an. Durch ständig wechselnde Aktionen wird er bei manchen Händlern aber auch schon zu einem günstigeren Preis angeboten.

    Wenn ihr mehr 3D-Drucke sehen wollt und welche Möglichkeiten es hier gibt, schaut doch einfach mal auf meinem Instagram Profil instaram.com/showyourprints vorbei.

     

    Dieser Artikel wurde in einer längeren Version auf stadt-bremerhaven.de veröffentlicht.

  • Elegoo Mars Pro – Mein Einstieg in den Resin Druck

    Seit ein paar Wochen werkelt hier nun auch ein neuer 3D-Drucker. Neben meinem Ender 3 der hier nun schon seit 2 Jahren immer mal wieder genutzt wird, um verschiedene Dinge zu drucken, habe ich mir vorgenommen mal in das Thema Resin bzw. SLA-Druck reinzuschnuppern. Allerdings hat mit genau das „reinschnuppern“ zunächst ein wenig abgeschreckt, denn die Arbeit mit dem Resin (flüssiges Druckmaterial) geht mit einer erhöhten Geruchsbelästigung einher. Dazu kommt, dass das Resin an sich nicht unbedingt gesund ist. Von dem Isopropanol das man für die Reinigung braucht ganz zu schweigen.

    Am Black-Cyber-Whatever Tag war es dann so weit. Ich fand durch Zufall den Elegoo Mars Pro zum Schnäppchenpreis von 179 € auf Amazon, warum ausgerechnet der? Ich bin ehrlich, der Preis war ausschlaggebend. Ich hatte mich zwar zuvor über die unterschiedlichen Geräte grob informiert, da man aber nicht wirklich etwas Negatives über den Mars Pro lesen konnte, hab ich ihn einfach gekauft – Augen zu und durch.

    Direkt nach der Lieferung, das erste Problem

    Dank Prime wurde der Drucker auch schon am nächsten Tag geliefert, clever wie ich war, hatte ich allerdings vergessen das zugehörige Resin zu bestellen. Also hatte ich einen ganzen Tag um mich etwas intensiver mit dem Elegoo Mars Pro auseinanderzusetzen.

    Technische Daten Elegoo Mars Pro

    Software ChiTu, ChiTu DLP Slicer
    Display 3,5 Zoll (ca. 9 Zentimeter) Touchscreen
    Anschluss USB
    Bauraumgröße 11,5 x 6,5 x 15 cm
    Auflösung X,Y 0.047mm (2560*1440)
    Auflösung Z 0,00125mm
    Layer-Höhe 0.01-0,2mm
    Druckgeschwindigkeit 22.5mm/h
    Gerätegröße 20 x 20 x 41 cm
    Gewicht 7,5kg
    Energiezufuhr 110-220V 55/60Hz, 12V6A 72W Netzteil

    Der Drucker kommt komplett montiert zu euch, er ist bruchsicher verpackt und bringt zusätzlich noch ein paar Dinge mit die man im Umgang mit dem Drucker braucht. So findet ihr im Lieferumfang folgendes neben den Teilen für den Drucker:

    • USB-Stick mit Bedienungsanleitung und einigen Testdateien
    • 2 Masken
    • 3 Paar Einmal-Handschuhe
    • ein Metallschaber und ein Plastikschaber
    • Ersatzschrauben
    • Papiertrichter zum Filtern von Resin
    • Werkzeuge (verschiedene Inbus)
    • und eine Zange um ggf. Support an eurem Druck zu entfernen

    Der Drucker misst 20 x 20 x 41 cm und wiegt ca. 7,5 kg. Das Gehäuse ist aus schwarzem Metall gefertigt, die Oberseite ist in Rot gehalten, das Display ist im Gehäuse eingelassen . Die Abdeckung ist aus rot-transparentem Kunststoff und bietet gleich 2 Funktionen. Zum einen sollen so keine UV-Strahlen in den Drucker geraten, die den Druck stören und die unliebsamen Dämpfe bleiben im Inneren. An der Front findet man das 3,5 Zoll großes farbige Touch-Display und einen USB-Port für die Druck-Dateien montiert.
    Das Druckbett ist abnehmbar um eure Drucke besser entfernen zu können. Der Elegoo Mars Pro verfügt übrigens noch über einen eigenen Aktivkohle-Filter, der die Dämpfe aus dem Gehäuse auch noch einmal reinigt, bevor diese an die Umwelt abgegeben werden. Eine Gummidichtung an der Haube soll dies ebenfalls noch einmal unterstützen.

    Aber bevor ich euch von meinen ersten Erfahrungen berichten kann noch ein paar grundlegende Dinge zum Thema Resin-Druck und dem Elegoo Mars Pro.

    Resin-Druck – Good 2 Know

    Beim Resin Druck, kommt das Druckmaterial nicht von einer Spule, sondern wird mit UV-Licht direkt auf das Druckbett aufgebracht. Das Druckbett bewegt sich dabei auf einer vertikalen Achse (z-Achse) und taucht dabei in das Resin, das sich in einer Schale mit transparentem Boden befindet (VAT-Schale) ein. Von unten wird nun über ein UV-LCD-Display genau der Teil belichtet, an dem euer Druck entsteht. Das ganze passiert Schicht für Schicht, wobei die einzelnen Schichten zwischen 0,01 und 0,2 mm dick sein können. Es ist eine Mischung aus „Kerzen ziehen“ und „Zahnfüllungen aushärten“.

    Das Ganze ist aktuell allerdings mit dem Druckvolumen des Elegoo Mars Pro auf 115 x 65 x 150 Millimeter. begrenzt, das UV-Display misst eine Diagonale von 5,2 Zoll (13,21 cm). Die Auflösung liegt bei 2560 × 1440 Pixel. Der Motor der z-Achse hat laut Elegoo eine Genauigkeit von 0,00125 mm, die mögliche Schichtdicke liegt wie bereits erwähnt zwischen 0,01 und 0,2 Millimetern, was für sehr hohe Details sorgen soll.

    Vorbereitung & Druck

    Da ich ja noch auf mein Resin warten musste, habe ich mir einmal Gedanken gemacht was ich drucken möchte. Auf dem mitgelieferten USB-Stick gibt es zwar ein paar Demo-Druckstücke, allerdings will man ja auch etwas kreativ sein. Aufgrund der kleinen Druckfläche habe ich mich für ein Modell von myminifactory.com entschieden, dort findet ihr sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Modelle, die ihr Drucken könnt.

    Vor dem Drucken muss das Modell allerdings noch gesliced werden, der Elegoo Mars Pro setzt dabei auf das Dateiformat .ctb, dass ich mit meiner Software für den Ender 3 leider nicht erzeugen kann, aber auch daran hat Elegoo gedacht und die Software Chitubox ebenfalls auf den Stick gepackt.
    Chitubox lässt sich einfach und unkompliziert bedienen. Der Elegoo Mars PRO muss in den Einstellungen mit einem Klick hinzufügen werden und schon sind die benötigten Parameter wie Auflösung und Druckbettgröße eingestellt.
    Allerdings sollte man je nach verwendetem Resin die Belichtungszeiten anpassen. Ein Wert von 45-50s für die ersten Schichten und eine Belichtungszeit der Layer von 5-7s sollte laut diverser Internetforen ausreichen. Nachdem ihr euer Modell ausgerichtet, skaliert und gesliced habt, könnt ihr sie auf dem USB-Stick speichern.

    Bevor es aber nun endgültig losgehen kann, müsst ihr noch euer Druckbett ausrichten und leveln. Das Leveln des Druckbetts ist super simpel und auch noch einmal in der beigelegten Bedienungsanleitung gut beschrieben.
    Legt dazu ein normales Blatt Papier auf den LCD Screen und fahrt das gelöste Druckbett ganz nach unten bis das Blatt nicht mehr hervorgezogen werden kann. Drückt das Druckbett dann mit einer Hand gleichmäßig auf den LCD-Screen und zieht es mit der anderen Hand wieder gut fest. Danach hebt ihr das Druckbett in 0,1 mm Schritten an, bis ihr das Blatt wieder unter dem Druckbett ohne Gewalt herausziehen könnt. Diese Position speichern ihr über die Aktion z=0 – ertig. Fahrt danach das Druckbett ein paar cm nach oben um die VAT-Schale installieren zu können. Schiebt die VAT-Schale vorsichtig über den Screen und befestigt sie rechts und links mit dem Fixierschrauben, achtet dabei aber unbedingt darauf die FEP-Folie am Boden der schale oder gar den Screen zu zerkratzen.

    Diese Folie kann gewechselt werden, es macht aber nicht wirklich Spaß, da man 34 Schrauben öffnen muss. Zunächst löst man dafür 10 Schrauben, mit denen der Rahmen an der Schale befestigt ist. Mit 24 weiteren Schrauben ist die Folie in den Rahmen gespannt. Auch diese entfernt man, wechselt die Folie und dann schraubt man das ganze wieder zusammen. FEP-Folien bekommt ihr problemlos bei Amazon.

    Damit wäre alles für den Druck vorbereitet. Das Modell ist gesliced, der Drucker gelevelt, das VAT-Becken installiert, fehlt nur noch das Resin. Ich habe mich für ein graues Resin von Elegoo entschieden, dass man auch mit Wasser waschen kann und nicht unbedingt Isopropanol braucht.

    Druckstücke „waschen“

    Wenn ich übrigens von waschen spreche, dann meine ich das auch so. Durch das Arbeiten mit Resin bleiben selbstverständlich auch Rückstände an eurem Druckstück hängen diese müsst abwaschen, da Resin nicht unbedingt so gut für die Haut ist. Ihr nehmt nach dem Druck also die Druckplatte ab und reinigt sie, hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

    Ihr legt die Platte z.B. in ein Bad mit Ist oder reinem Wasser und wascht die Rückstände ab. Alternativ gibt es Lösungen wo die Platte über einem Becken Wasser mit einem Magnetrührer gehängt wird oder ihr geht gleich die Luxus-Variante und holt euch eine Wash&Cure Station dazu. Seid beim Waschen und ablösen des Drucks aber unbedingt vorsichtig, denn der ist immer noch nicht komplett ausgehärtet. Auch hier gibt es wieder verschieden Ansätze: Stellt das Druckstück einfach in die Sonne, oder vor eine UV-Lampe. Einfacher geht es mit der bereits erwähnten Wasch&Cure Station.

    Das Resin ist da – Los geht’s

    Einen Tag später war dann auch das bestellte Resin da und losging’s etwas Resin in das VAT-Becken gegeben, über das Display den Druck ausgewählt und dann hieß es warten und bangen, denn man sieht zunächst einmal nichts, wenn sich das Druckbett im Resin auf und ab bewegt. Bb der Druck an der Platte haftet, sieht man erst nach einiger Zeit.

    Es stinkt gar nicht mal so schlimm

    Ein paar Worte will ich noch zum Geruch loswerden – Ja, es richt, zwar nicht so penetrant wie ich mir das vorgestellt hatte aber es ist ein dezent durchdringender Geruch, den ich nicht unbedingt dauerhaft im Arbeitszimmer haben wollte. Anscheinend kommt es dabei auch noch darauf an, welches Resin man verwendet. Das Wasser waschbare Elegoo Resin soll da eher in die Kategorie „dezent“ fallen während andere wesentlich stärker riechen sollen. Stellt den Drucker also besser in einem Raum auf, in dem ihr gut lüften könnt. Bei mir steht er in einem Nebenraum und das Fenster ist auf Kipp, wenn ich im Raum bin, mache ich das Fenster dann auch gerne ganz auf, vor allem im Winter nicht wirklich von Vorteil.

    Der erste Druck ist nach etwas mehr als 4h fertig

    Nach 4 Stunden und 15 Minuten meldet sich der Drucker mit einem Piep. Der Druck ist fertig. Da ich nicht die ganze Zeit im Raum war, war ich selbst gespannt, ob alles geklappt hat und war begeistert. Die Details des Drucks sind zu hoch, da muss sich mein Ender 3 aber echt verstecken. Kein Wunder bei einer Schichthöhe von 0,5 mm kann man mit Details ganz schön protzen und das tut der Elegoo Mars Pro auf jeden Fall. Die Stärken des Elegoo Mars Pro zeigen sich vor allem beim Druck von Modellen mit feinen Strukturen. Die Konturen sind schärfer und spitze Formen werden detaillierter gedruckt. Dadurch wird auch der Druck von filigranen Formen ohne Detailverlust möglich.
    Bei manchen Modellen empfiehlt es sich, in Chitubox zudem im Tab “Erweitert” die Funktion “Kantenglättung” (Anti-Aliasing) zu aktivieren. Dies sorgt dafür, dass der Treppeneffekt zwischen den einzelnen Layern fast verschwindet.

    Jetzt kommt die Sauerei – Reinigung

    Ich kann euch sagen, den Druck von Hand zu reinigen ist ein riesen Aufwand – in einer Schüssel waschen und mit einem feinen Pinsel vorsichtig jede Ecke und Fuge sauber machen, danach den Druck vorsichtig von der Platte lösen. Achtung: nutzt dazu den Plastikspachtel um die Druckplatte nicht zu verkratzen! Und dann das Modell noch einmal waschen. Anschließend vorsichtig etwas abtrocknen, um das Modell nicht zu beschädigen, denn es ist noch nicht komplett ausgehärtet. Ihr könnt dazu wie gesagt es ein paar Minuten vor eine UV-Lampe stellen oder einfach ein paar Stunden direkt in die Sonne stelle, erst dann ist das Harz komplett ausgehärtet.
    Ich hatte schon nach den ersten 3 Drucken keinen Bock mehr auf das manuelle Waschen und habe mir eine Wasch&Cure Station bestellt. Über diese werde ich allerdings erst in einem späteren Artikel berichten.

    Wenn man nun sein Modell gedruckt, das Druckbett wieder gereinigt hat kann man wieder von vorne loslegen. Wenn ihr allerdings mit einer anderen Farbe drucken wollt, müsst ihr natürlich erst das restliche Resin aus dem VAT Becken wieder zurück in die Flasche (hier ist ein Trichter zu empfehlen), das Becken reinigen und dann mit dem neuen Resin starten – Dauer ca. 15-20 Minuten. Wenn ihr hier aber ein wenig Zeit sparen wollt, könnt ihr euch auch einfach ein weiteres Druckbett und ein weiteres Becken (mit Deckel) kaufen, die Teile sind einfach über Amazon zu bekommen und kosten jeweils um die 25 Euro. So könnt ihr nach einem Druckvorgang schneller wieder starten oder schneller das Resin wechseln.

    Entsorgung der Resin-Reste

    Das Thema Entsorgung ist ein weiteres Thema das mich grübeln ließ, wie entsorgt man die Reste? AUF KEINEN FALL IN DEN AUSFLUSS KIPPEN. Da ich nicht mit Isopropanol wasche, muss ich mir darüber schonmal keine Sorgen machen. Das „verschmutzte“ Wasser kann man mehrfach verwenden, so braucht man für 1kg Resin ca. 3l Wasser, bis dieses nicht mehr zu gebrauchen ist, ihr erkennt das daran, dass es richtig trübe ist (gesättigt). Dann gehe ich wie folgt vor. Das Wasser befindet sich bei mir in einem Behälter mit Deckel, den ich längere Zeit vor eine UV-Quelle Stelle, sodass sich darin befindlichen Resi-Reste aushärten und zu Boden sinken. Das ganze lasse ich dann durch einen Lackfilter laufen und lege die so aufgesammelten Flocken noch einmal vor eine UV Quelle. Das so entstanden Granulat kann dann ganz normal im Restmüll entsorgt werden, das verunreinigte Wasser sammle ich in einem Kanister und bringe es dann zum Wertstoffhof, es wird dann dort genauso entsorgt wie Farbe oder Lacke. Das Gleiche könnt ihr übrigens auch mit den verunreinigten Isopropanol Resten machen.

    Fazit: Elegoo Mars Pro

    Resin riecht, ist teuer und die Reinigung ist eine riesige Krampf. Wer sich damit abfinden kann, bekommt mit dem Elegoo Mars Pro ein super Einstiegsgerät und ist mit dem Drucker gut bedient. Die Hürde ist relativ niedrig und man erzielt auf Anhieb super Ergebnisse.
    Der Elegoo Mars Pro ist einfach zu bedienen und die Qualität der Bauteile und der Qualität der Drucke spricht für ihn als Einstiegsdrucker in diesem Bereich.

    Noch ein paar letzte Worte

    Ein paar Hinweise will ich euch noch mit auf den Weg geben, neben einer weiteren Druckplatte denkt auch mal über eine luftdichte Plastikbox mit Deckel nach und kauft ein paar Rollen Küchenrolle oder noch besser diese großen blauen Industrierollen, ihr werdet mir später für den Tipp noch danken. Auch der eine oder andere Silikontrichter kann nicht Schaden. Zum Schluss sieht es aus als ob ihr in einem Meth-Labor sitzt. Handschuhe und Maske übrigens nicht vergessen, wenn ihr mit dem Resin arbeitet.

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